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Baugeschichte

Die Kapelle (heute Kreuzkapelle genannt) und der Kreuzweg wurden von der ortsansässigen Corporis-Christi-Bruderschaft gestiftet. 1674 hatte der bayerische Kurfürst die Einrichtung solcher religiöser Gemeinschaften angeordnet, die vor allem in ehemals protestantischen Gebieten zur Weckung der Volksfrömmigkeit im Sinne der Gegenreformation beitrugen. In Schnaittach wurde schon früh eine „Bruderschaft zur ewigen Anbetung des Allerheiligsten Sakraments des Altars” gegründet, deren zentrales Anliegen das Gedenken des Leidens und Sterbens Christi war. Sie stiftete am Ort die bedeutende Kalvarienberganlage, die 1722 - 54 errichtet wurde. Das Schnaittacher Vorbild wurde von der Kirchröttenbacher Bruderschaft 1745/46 in bescheidenerem Maßstab nachgeahmt. Bauleiter war der Maurermeister Friedrich Leipold, der in den 1750er Jahren auch die Seitenkapellen anfügte. Das Kirchlein blieb unverändert, bis man 1930 die Stuckdecke abschlug und eine einfache Bretterdecke einzog. Diese wurde bei der umfassenden Renovierung 1979 - 82 wieder beseitigt.